Die Komfortzone verlassen

Da bin ich jetzt, Mitte 30 und hab alles ganz gut im Griff soweit.
Alles, das Leben halt.
Keine unvorhergesehenen Dinge passieren, dankenswerterweise stellt mir das Leben auch keine traumatischen Herausforderungen vor die Haustüre.
Und da Ferien sind und ich auch einige Wochen frei habe, tja, da wird mir halt fad.
Und dann muss ich was tun, muss ich meine Komfortzone verlassen.

In diesem Fall hieß das: ich packe meine Koffer und...
... natürlich meine Kinder, und die Koffer waren gar keine Koffer sondern ein kultiges uraltes Wohnmobil, mit dem ich dann drauf los gefahren bin.
Innerhalb Österreichs wollte ich bleiben, so viel war klar, drum blieben auch die Pässe daheim.
Eine Nacht, mal so zum Üben. 
Und auf keinen Fall auf einen Campingplatz, wild wo stehen bleiben, das will ich.

Also sind wir losgefahren! Vorfreudig, ein wenig mulmig und drei aufgeregte Kinder hinten drin! :-)

Wir sind gleich zwei Nächte geblieben, waren in zwei Bundesländern unterwegs, haben nur wild gecampt - das gibt Mutpunkte! - und von wahrer Begeisterung, harmonischem Miteinander bis Schlaflosigkeit und Angst war alles vertreten!

Baden, eine Greifvogelshow - die war der Wahnsinns, stundenlanges Burgen erkunden, Natur, viel Regen, kochen im Wohnmobil, Freunde besuchen, eine wilde Schlucht bezwingen, kilometerlange Staus, das Trommeln des Regens auf dem Autodach, ein, zwei "fahrtechnische Anpassungsleistungen" (gibt Leute, die nennen das Autounfall), die Natur entdecken, Museen und tolle "Souveniers" für die Kinder, das ist die grobe Zusammenfassung der drei Tage! :-)

Es hat gut getan meine Wohlfühlarea zu verlassen. Bei unserem kleinen Trip musste ich vertrauen, mit Kontrolle ging da wenig. Freilich kannst du einen Plan haben, doch es ist gut fähig zu sein ihn jederzeit fallen zu lassen, wenn das, was du dir vorstellst so einfach nicht läuft!
Das mit dem Vertrauen fällt mir - und da spielt die Verantwortung für drei Kinder durchaus eine ernstzunehmende Rolle - oft schwer. Grad wenn ein anderer Erwachsener fehlt mit dem man sich beratschlagen kann. Jemand, der Entscheidungen trifft.
Und grad weil ich im Voraus schon gewusst hab, dass ich das alles nicht aus dem Effeff beherrsche, ist es umso besser, es gemacht zu haben. 
Und gut, dass das Wohnmobil auch weiterhin zur Verfügung steht, denn es hat uns sehr getaugt und ich halte es für möglich, dass ich meine Komfortzone durch Übung erweitere! *g*

Ein paar Nähbilder zeig ich euch natürlich auch noch.
Und zwar welche, bei denen ich sowas von IN meiner Komfortzone geblieben bin! :-)
Raglanshirt und Leggings als Turngewand für den Kindergarten.
Der Rhinojersey ist ein gut gehüteter sog. Stoffschatz. Ich hab den Stoff vor vielen Jahren in einer Ottobre entdeckt und finde ihn auch nach Jahren noch wunderschön!



Alina

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